Schaufensterpuppen geniessen zur Zeit grosse Aufmerksamkeit. Gerade kürzlich habe ich gelesen, dass viele Puppen anscheinend Kameras integriert haben und Kunden ausspionieren. Wer also in Zukunft eine Message an eine Modekette hat, kann diese direkt der Puppe im Fenster mitteilen.

Doch heute möchte ich Euch von einer anderen Art Mannequin erzählen. In Schweden steht in einem Schaufenster nämlich eine Puppe, die doch tatsächlich gewisse reale Körpermerkmale aufweist. Breitere Hüften, physisch richtige Proportionen und weiche Übergänge. Die Puppe wurde fotografiert und von einer Frau auf die Facebook Seite von „Women’s Rights News“ geladen. Der Kommentar dazu: „They look like real women. The US should invest in some of these“

PicMonkey Collage

Innerhalb von wenigen Tagen wurde das Bild über 61’000 Mal geliket und zählt über 3200 Kommentare.

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Zuerst gab es Gerüchte, dass die Puppe aus einem H&M Store stammt. H&M dementierte aber und meinte, „At this time, we are not using this type of mannequin, but we do not rule of the possibility of doing so in the future.”

Ich finde es natürlich schön, wenn die Schaufensterpuppen in Zukunft realer werden und ein echteres Bild der Mode vermitteln. Doch bis zum heutigen Tag habe ich mich noch nie mit so einer Plastikpuppe verglichen oder eine solche Figur bestrebt. Wäre ich Schaufenster-Dekorations-Chefin würde ich sowieso nur Blumen und Bilder von Babyhunden hinter die Glaswände stellen.

Wie seht ihr das? Ist dies ein Schritt in die Akzeptanz der durchschnittlichen Frauenfigur oder nur ein heuchlerischer Marketing-Gag?

 

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5 Readers Commented

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  1. Mina on 18. März 2013
    Ich finde diese Schaufensterpuppe total gut, aber gerade dein letzter Satz hat mich nachdenklich gemacht. Es wird eben immer mehr erkannt, dass man gerade aus dem neuen Bedürfnis der Frau "nach Akzeptanz und gegen unrealistische Schönheitsideale" sich auch eine Menge Geld machen lässt. So wie es eben einst der Trend war alles perfekt darzustellen. Brigitte ohne Models, die letzten Dove Kampagnen und auch der etwas missglückte Claim von Du darfst " Fuck the diet", sind schon alle auf den Zug aufgesprungen und sie machen es vielleicht aus den vermeidlich flaschen Gründen. Wobei ist es falsch auf die neuen Bedürfnisse der Zielgruppe einzugehen, statt ihnen weiter nur Ideale vorzuleben und ihnen gewissermaßen zu diktieren, was sie in der Werbung gut finden? Auf der anderen Seite ist es eben eine Trendrichtung, die viele nur mitmachen, weil erste innovativere Unternehmen es ihnen erfolgreich vorleben. Dabei ist eine reale Akzeptanz von realistischen Frauenfiguren immer noch im Hintergrund. Eigentlich genauso traurig wie der Ökotrend und das neue Bewusstsein für Nachhaltigkeit. Zum Glück zeigt es aber einen Wandel in den Köpfen von uns Konsumenten. Man interessiert sich, man informiert sich und durch Web 2.0 engagiert man sich endlich auch, statt dumm zu konsumieren. Langfristig müssen Unternehmen dann reagieren. Und so sollte es auch sein. Als Verbraucher hat man mehr Mitentscheidungskraft als man manchmal glaubt!
  2. Larissa on 18. März 2013
    Liebe Mirjam, ich verfolge deinen Blog nun auch schon seit Längerem und freue mich auf viele spannende Beiträge in deinem "Blogazine"! Wirst du denn auch weiterhin Persönliches von dir posten? Ich würde mich freuen, wenn ich weiterhin süße und lustige Hundespaziergangsfotos etc. sehen würde :)! Liebe Grüße, Larissa P.S: Sorry, mein Beintrag passt nicht ganz zum Post, aber ich wusste nicht, ob du die Beiträge unter "Herzlich Willkommen" noch beantwortest
  3. Clara on 18. März 2013
    Naja, ich finde es wichtiger das Models realistischer werden als Schaufensterpuppen..(aus den selben Gründen der Identifikation die du genannt hast)
  4. Mya on 18. März 2013
    Ich begrüsse diesen "Wandel" auch wenn er momentan von gewissen Firmen evtl. noch aus den "falschen" Beweggründen eingeführt wird. Totzdem wünsche ich mir, in Zukunft nebst solch kurvenreicheren Schaufensterpuppen auch mehr normalgewichtige Models in Zeitschriften, Modemagazinen und Modekatolgen zu sehen. Ich denke es würde viele Frauen helfen, sich und ihren Körper besser zu akzeptieren, wenn sie sehen, dass auch kurvenreiche Frauen in modischen Kleidern, Dessous, etc. toll aussehen und nicht Size-Zero das Mass aller Dinge ist!
  5. Sabrina on 19. März 2013
    Ich finds wichtiger das Chleider wo für Fraue gmacht sind au vo Fraue präsentiert werded... Vo Magermodels zu Plussize - und die "normale" Fraue gönd mal widr läär uus... Was isch so falsch anere gsunde Kleidergrössi 36-40? müemer denn alli 32 oder 44 ha ide hütige ziit? aber ich finds schomal en fortschritt - so gsed mr wenigstens wie en hose usgsed wo usgfüllt isch und nöd nur schlapp abehangt, aber ja ich verglich mich jetzt au nöd mitere puppe... sust müessted die nöd nur runder sondern au weicher sie - schliesslich isch grössi 44 ja nöd so schlimm wenn alles straff und fest isch ;)

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